Veranstaltungshinweise


TREFF AN DER REMS

24. Juli 2019 - ab 17 Uhr


Der für die Remstalgartenschau eingerichtete "Treff an der Rems" im Schloßweg in Plüderhausen wird Mittwochs ab 17 Uhr von verschiedenen Vereinen und Gruppen angeboten. Am Mittwoch, 24.07.2019 stellt sich hier die Bürgerenergiegenossenschaft Plüderhausen vor. Es gibt Infomaterial zu Energiefragen (selbstverständlich), Getränke (das muss sein), Frühlingsrollen von Frau Pham (was Besonderes) und Musik von Rolf und Siggy (diskret im Hintergrund).

Sie sind herzlich eingeladen ohne Anmeldung vorbeizukommen, sich zu informieren und den Blick auf die Rems zu genießen.

Ihre BEP



SOLARREISE 6. Juli 2019

Liebe Freunde und Mitglieder des Solarvereins Rems-Murr,

hier sind kurz zusammengefasst die Informationen zur anstehenden Solarreise:

Solarreise im Sommer: 
Bahnstadt Heidelberg und Solarschifffahrt 

Samstag, 06.07.2019, von 8:00 - 19:00 Uhr 
Treffpunkt: Busbahnhof Backnang (ZOB) 
Gebühr: 15,00 € 

Mitten in Heidelberg entsteht seit 2010 das neue Stadtquartier "Bahnstadt". Es ist die größte Passivhaussiedlung der Welt und stellt ein Modellprojekt für nachhaltigen und ökologischen Wohnungsbau dar. Ein Energiemonitoring in der Bahnstadt zeigt, dass die Vorgaben erfüllt werden: Die Wohngebäude benötigen jährlich im Durchschnitt nur 54 Kilowattstunden pro Quadratmeter - eine CO2- Bilanz, die sich sehen lassen kann. Am Vormittag steht eine fachkundige Führung und Besichtigung ausgewählter Objekte auf dem Areal auf dem Programm.
Nach einer Mittagspause erleben die Teilnehmer der Exkursion eine Fahrt mit dem Solarschiff - der weltweit größte Solarkatamaran - auf dem Neckar. Angetrieben von der Kraft der Sonne gleitet er bei einer 50-minütigen Rundfahrt über den Fluss. Dabei gibt es Informationen zum Schiff und zur Strecke und auch Kaffee und Kuchen.

In Kooperation mit dem Solarverein Rems-Murr, der Stadt Backnang und Weissach KLIMAschutz konkret e.V.

Anmeldung bei der VHS Backnang 
Anmeldeschluss: 28.06.2019
Kursnummer: T112009






Debattenabend der Stiftung Energie und Umweltschutz zum Thema: Offshore-Windenergie

Bei unserem nächsten Debatten-Abend am 21. Mai wollen wir uns einer Erzeugungsart widmen, die uns in Baden-Württemberg eher etwas fern liegt, zumindest räumlich: „Wind Offshore“. Deutschland hatte großen Anteil daran, dass sich Windparks auf dem Meer technisch etablierennten. Halten wir auch aktuell noch mit den technischen Neuerungen Schritt, oder bremsen wir nicht eher den weiteren Ausbau? Ist das der richtige Weg, weil der Netzausbau stockt und sich weitere Anlagen ohnehin nicht mehr rechnen? Oder erfordert der Kohleausstieg nicht im Gegenteil noch mehr Windkraftanlagen? Müssen wir dafür im Ausland investieren? Wir freuen uns auf die Debatte mit Ihnen und unseren Expertinnen und Experten.

 

Der Rahmen der Veranstaltung:

  • Dienstag, 21. Mai 2019
  • Ort: BW-Bank, Kleiner Schlossplatz 11, 70173 Stuttgart
  • Empfang ab 18:30 Uhr, Beginn um 19:00 Uhr, Ende um 21:00 Uhr
  • Anmelden können Sie sich unter anmeldung@energie-klimaschutz.de. Wenn Sie nicht persönlich anwesend sein können, besteht die Möglichkeit, die Veranstaltung im Livestream zu verfolgen und per Chatbox Fragen an das Podium zu stellen. Den Link veröffentlichen wir wenige Tage vor der Veranstaltung auf unserer Homepage. Den Livestream werden wir im Nachgang online stellen.

 



Die Bürgerenergiegenossenschaft Plüderhausen (BEP) kann wieder neue Mitglieder aufnehmen






















So sieht er nicht aus, der neue „Dachs“, er ist kompakt, ausgereift und liefert Strom und Wärme. Die beiden neuen Projekte der BEP, mit denen zwei Wohnanlagen mit Energie versorgt werden sollen, sind vertraglich unter Dach und Fach. Jetzt müssen die beiden Blockheizkraftwerke Marke Dachs finanziert werden. Deshalb können wieder neue Mitglieder und damit neue Geldgeber aufgenommen werden. Wenn Sie bei uns Mitglied werden wollen, steigen Sie mit einer Aufnahmegebühr ein und geben der BEP ein Darlehen, das von uns verzinst wird und mit dem wir die Dachse bezahlen. Bereits im Jahr 2012, kurz nach unserer Gründung, haben wir auf diese Weise einen Teil des Plüderhäuser Strom- und Gasnetzes (24%) erworben. Jetzt stehen die beiden Blockheizkraftwerke auf unserer Agenda und wir können die Zahl unserer Mitglieder erweitern.

Wenden Sie sich bitte direkt an unseren Vorstandsvorsitzenden Dr. Jörg Abthoff (Tel:07181-82548) oder laden Sie den Aufnahmeantrag von unserer Internetseite www.buerger-energie-pluederhausen.de herunter und senden ihn an die angegebene Adresse. Wir freuen uns, wenn sie sich bei uns melden.



Debattenabend der Stiftung Energie und Klimaschutz der EnBW am 19.6.2018 in Stuttgart


Das Thema Speicher ist mindestens so alt wie die Energiewende – eher deutlich älter. Diskutiert wird irgendwo zwischen „die Erzeugung wird erneuerbar sein, den Rest machen die Speicher“ bis hin zu „Speicher werden nie ausreichend vorhanden sein, alleine schon wegen der seltenen Erden“. 

Auf dem Podium:

Dr. Ingrid Nestle MdB aus Schwäbisch Gmünd

Sprecherin für Energiewirtschaft der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie, Deutscher Bundestag

Thomas Speidel

ist Geschäftsführer des mittelständischen Familienunternehmens  mADS-TEC GmbHit Sitz in Nürtingen und Dresden, das u.a. Hochleistungsbatterien fertigt.

Daniel Schwarz

Referent Energieregulierung, Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen

Dr. Jörg Jasper

Konzernexperte Energiewirtschaft und Energiepolitik, EnBW Energie Baden-Württemberg AG

So können Sie teilnehmen: Bitte melden Sie Ihre Teilnahme bis spätestens Montag, 11. Juni per Mail an: anmeldung@energie-klimaschutz.de

Ergänzende Informationen erhalten Sie im Zuge der Teilnahmebestätigung.



Einladung zur Generalversammlung  am 4. Juni 2018


Liebe Mitglieder der Bürgerenergiegenossenschaft Plüderhausen,

am Montag, den 04. Juni 2018 findet unsere diesjährige Generalversammlung statt. Wir treffen uns, da es diesmal ein Montag ist und mit Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung, um 19 Uhr in der Sportgaststätte am Gänswasen. Wie immer gibt es einen Bericht des Vorstands und die notwendigen Entlastungen und in diesem Jahr werden auch die Aufsichtsratsmitglieder neu gewählt bzw. bestätigt.

Falls Sie einen Tagesordnungspunkt zur Beratung bzw. Aussprache einbringen wollen, teilen Sie uns dies bitte bis spätestens 28. Mai mit.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrat freuen sich auf Sie.






Ordentliche Generalverammlung 2017

Zu unserer jährlich stattfindenden Generalversammlung laden wir alle Mitglieder herzlich ein. Wir treffen uns am Donnerstag, den 19. Mai um 18:30 Uhr, diesmal in der Gaststätte Am Gänswasen. Auf der Tagesordnung stehen die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat über die Tätigkeiten des letzten Jahres und ein Ausblick auf neue Vorhaben. Wenn Sie einen Vorschlag zur Aufnahme in die Tagesordnung haben, melden Sie diesen bitte spätestens eine Woche vor der Generalversammlung.



Erneuerbare Energie – sichere Energieversorgung vor Ort

9. Mai 2017, 17.00 – 21:00 Uhr Schorndorf, Künkelin-Halle

in Kooperation mit Bürgerenergie Plüderhausen e.G. und Solarverein Rems-Murr e.V.

Seitdem die Bundesregierung beschlossen hat aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie auszusteigen, muss Energie effizienter genutzt werden. Es gilt auch vorhandene Potenziale von erneuerbaren Energien besser zu erkennen und umfassend zu nutzen. Immer wieder heißt es, dass mit Wind und Sonne keine verlässliche Stromversorgung möglich ist. Doch wie ist der Stand der Speicher-Technologie? Welchen Beitrag können Kommunen zur verlässlichen Energieversorgung vor Ort und zur Erreichung der Klimaziele leisten?

In einem Vortrag zur Transformation des Energiemarktes, konkreten Praxisbeispielen auf kommunaler Ebene und einer Diskussionsrunde möchten wir auf diese Fragen eingehen.

Der Fachtag richtet sich an Praktiker_innen aus Kommunen und Betrieben, Fachleuten aus dem Bereich Energie und Nachhaltigkeit und an Menschen, die sich umfassend zu dem Thema informieren möchten.

   Sie sind herzlich eingeladen mit uns zu diskutieren







„Change – die Revolution geht weiter“ – ist der Titel des neuen Films von Regisseur Carl-A. Fechner, der im Frühjahr 2016 in die Kinos kommen wird.  Fechner war auch Regisseur des  erfolgreichen  Films „Die 4. Revolution“, der vom Energiewendepionier Hermann Scheer initiiert war.

Gerhard Kreutz  von der Energieinitiative Kirchberg, die die Initiative zur Herstellung des Films ergriffen hat, zeigt den aktuellen Trailer und erläutert die Beweggründe, die den Verein bewogen hat, ein so großes Projekt anzupacken.




Hier ein kurzer Bericht von der Veranstaltung am 4. Juli 2015:

Die Bürger-Energie-Plüderhausen beim Solarverein Rems-Murr.


Der Solarverein Rems-Murr hatte zum Informationsaustausch der verschiedenen Gruppen, die im Solarverein Mitglied sind und der Bürgerenergiegenossenschaften in der Region eingeladen. Vor dem Hintergrund der mangelnden politischen Unterstützung von Bürgerenergieprojekten im Vorfeld der Landtagswahl 2016 und des zunehmenden Widerstands gegen Windräder wurde im Raum Backnang eine Initiative mit dem Namen „Rückenwind“ gegründet. Auf der Internetseite der Initiative (www.rueckenwind-bk.de) sind  Sachinformationen zur Windenergie und Veranstaltungstermine zu finden.

Ein zentrales Anliegen aller Anwesenden war die Verbesserung des Informationsflusses bei Veranstaltungen und wie man eine größere Breitenwirkung für die Aspekte der Energiewende erreichen kann. Dafür sei es einerseits wichtig, mit Sachargumenten zu überzeugen, aber auch z.B. durch Leserbriefe falsche Informationen richtig zu stellen. Für die Organisatoren von Vorträgen oder Tagungen sei es unerlässlich, für eine rasche Anmeldung der Teilnehmer oder sonstige Rückmeldungen zu sorgen. Fazit der Veranstaltung: Jeder kann seinen Beitrag leisten für einen besseren Klimaschutz und dafür, dass Umweltzerstörungen und militärische Konflikte um Öl- und Gasressourcen vermieden werden.



Bei Fragen bezüglich der Bürger-Energie-Plüderhausen eG wenden sie sich bitte an Eberhard Bartsch

Tel: 07181-89232










Übrigens:

Was ist das für ein buntes Luftbild unter unserem Logo?

Das ist ein Ausschnitt aus dem "Potenzialatlas" des LUBW

Sie finden den Potenzialatlas im Internet unter LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg)

und dem Stichwort "Potenzalatlas erneuerbare Energien". Hier finden Sie auch für Plüderhausen eine gebäudescharfe Darstellung

des erwartbaren Potenzials für Solarenergie.



Wie geht moderne Straßenbeleuchtung?

Eine Informationsfahrt am 26.06.2015 nach Warthausen bringt Aufschluss.

(Eigener Bericht)


In vielen Wohnzimmern und in Autoscheinwerfern haben die LED-Lampen bereits die herkömmlichen Leuchtmittel ersetzt. Da in einer Gemeinde rund 60% der Stromkosten auf die Straßenbeleuchtung entfallen, stellt sich die Frage, ob man die verschiedenen Lampen im Straßenraum nicht auch auf die moderne Technik umstellen kann.

Die Bürger-Energie-Plüderhausen wurde bei einem Genossenschaftstreffen auf die Gemeinde Warthausen bei Biberach aufmerksam, die mittels eines Contractingmodells im letzten Jahr ca. 500 Quecksilberdampf-Hochdrucklampen durch LED-Lampen ersetzt hat.

Um über dieses Modell mehr zu erfahren, fuhren am vergangenen Freitag Bürgermeister Andreas Schaffer und Tiefbauamtsleiter Peik Reitler ins Warthauser Rathaus, begleitet von Mitgliedern der Bürger-Energie-Plüderhausen unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden Dr. Jörg Abthoff, der das Treffen eingefädelt hatte. Empfangen wurde die Delegation vom dortigen Bürgermeister Wolfgang Jautz und dem Vorsitzenden der Bürgerenergiegenossenschaft Riß, Jürgen Müller. Dieser berichtete, dass mehr und mehr Kommunen bei der Genossenschaft anfragen, um eventuell das Modell zu übernehmen.

Jürgen Müller erläuterte anschaulich die Voruntersuchungen, die lichttechnischen Berechnungen und die kaufmännischen Grundlagen, der in Warthausen erfolgten Umrüstung. Da die Gemeinde, wie fast überall, kein Geld für eine Umrüstung übrig hatte, die Stromersparnis jedoch gerne mitnehmen wollte, einigte man sich auf einen Vertrag, bei dem die Genossenschaft die neuen Lampen finanzierte, die Gemeinde über 15 Jahre ein  festgelegtes „Beleuchtungsgeld“ an die Investoren bezahlt, das deutlich geringer ist, als die bisherigen Stromkosten, und die Genossenschaft aus dem zusätzlichen Gewinn, die Investitionskosten wieder tilgt.

Das gefiel den Besuchern aus Plüderhausen. Das Konzept ist vermutlich nicht eins zu eins übertragbar und erfordert eine sehr gründliche Analyse der örtlichen Situation, aber unterm Strich könnte es eine Win-win-Situation sein, wie Jürgen Müller betonte.

Jetzt ist es an der Gemeindeverwaltung und der Bürger-Energie-Plüderhausen eG, gemeinsam ein Konzept auszuarbeiten, damit auch in Plüderhausen die Straßenlampen bald „hell und kostengünstig“ leuchten.







Pressebericht Gemeindeblatt Plüderhausen 27.06.2013


Information über den geplanten Windpark Welzheimer Wald


Am Montag, 24.06.2013 gabs Informationen zum geplanten Windpark im Welzheimer Wald in der Plüderhäuser Staufenhalle. Die „Projektgemeinschaft“ Windenergie Baden-Württemberg GmbH (WEBW), Stadtwerke Heidenheim und Stadtwerke Stuttgart berichtete über den Planungsstand eines Windparks von bis zu acht Windrädern auf der bereits durch Pachtvertrag gesicherten Fläche zwischen Plüderhausen, Urbach und Welzheim. Die rund 50 Besucher, darunter Vertreter der Bürger-Energie-Plüderhausen eG und der Bürgerenergiegenossenschaft Remstal, hörten einen kurzen Vortrag über die erfolgten Voruntersuchungen z. B. zu den Naturschutz- und Biotopflächen, zur Schallausbreitung und den Verschattungsflächen. Anton Lutz von der WEBW zeigte einen Regelgrundriss einer 140 m hohen Windenergieanlage mit 117 m Rotordurchmesser und erklärte die nächsten Schritte wie Windmessung und Gutachten zur Umweltverträglichkeit oder Natur- und Artenschutz. Die Projektgemeinschaft habe bereits, zusammen mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall, ein Paket von 50 Windenergieanlagen ausgeschrieben, um möglichst günstige Angebote zu erhalten. In der folgenden Aussprache wurde gleich um Einsicht in die Planungsunterlagen und eine genauere Darstellung der Situation auf dem Hohberg gebeten. Anton Lutz sagte zu, die Präsentation für die Internetseiten der Gemeinden zur Verfügung zu stellen und die anwesenden Bürgermeister Andreas Schaffer und Jörg Hetzinger nickten zustimmend. Es gab jede Menge Fragen zum Flächenverbrauch, zur Erschließung oder den Abständen zur Wohnbebauung, zu möglichen Stromeinspeisepunkten und der erforderlichen Leitungstrasse. Die technischen Fragen konnten meist sachlich beantwortet werden. Schwieriger war die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, die von vielen Faktoren abhängt und bei der sich die Windparkplaner auch gerne zurückhaltend äußern. Es gebe bisher noch keine Anlagen mitten im Wald und erst eine 140-m-Anlage in Baden-Württemberg, so dass Erfahrungswerte fehlen. Es sei auf jeden Fall aber die Absicht, die Bürgerschaft zu beteiligen und soweit möglich, örtliche Firmen zu beauftragen; außerdem bleibe die Gewerbesteuer überwiegend bei der Gemeinde. Die Frage nach Energiespeichern, die auch aus dem Publikum kam, wurde für die Region Stuttgart so beantwortet, dass auf absehbare Zeit so viel Strombedarf bestehe, dass kein Überschuss zu erwarten sei. Die vielen Fragen zeigten großes und fachkundiges Interesse. Die von WEBW zur Verfügung gestellten Unterlagen finden Sie in kürze auch auf unserer Internetseite


BEP-Pressebericht: Infobesuch in Ludwigsburg am 04.07.2013       Gemeindeblatt

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BHKW-Vorreiter Ludwigsburg


Drei Mitglieder der BEP eG besuchten am 4.7.2013 die Stadtwerke Ludwigsburg (SWLB), um sich über die Nahwärmekonzepte zu informieren, die dort seit 2006 entwickelt wurden und verschiedene Gebiete im Raum Ludwigsburg-Kornwestheim mit Strom und Wärme versorgen.

Unser Anliegen war, einen möglichst genauen Blick auf die verschiedensten Arten der Strom- und Wärmeerzeugung vor Ort zu werfen, und herauszufinden, ob auch in Plüderhausen etwas Ähnliches zur Anwendung kommen könnte.

Die Ludwigsburger betreiben zur Zeit 10 Blockheizkraftwerke und 12 Heizwerke für unterschiedliche Siedlungseinheiten, hauptsächlich im Wohnungsbau.

Die freundlichen Mitarbeiter der Stadtwerke zählten gleich mal die Vorteile von Blockheizkraftwerken in Verbindung mit Nahwärmenetzen für die Kunden – und für die Umwelt – auf:

Die Wärmeübergabestation erfordert wenig Platz. Die Kosten für einen eigenen Heizkessel entfallen. Bei Umstellung im Bestand kann der Heizraum für andere Zwecke genutzt werden. Der Abnehmer hat keine Wartungskosten mehr (Kaminfeger, Brennerwartung, Pumpe). Für die Heizzentrale besteht i.d.R. ein Rund-um-die-Uhr- Wartungsvertrag. Im Haus gibt es keine Gasleitung und keinen Heizöltank. Die ersparten Kosten können gleich in den baulichen Wärmeschutz investiert werden, so wird ein höherer Energiestandard erreicht, womit sich diverse Fördermöglichkeiten eröffnen. Durch die effiziente Ausnutzung der Primärenergie wird entsprechend weniger CO2 ausgestoßen.

In Ludwigsburg ist ein Blockheizkraftwerk immer mit einem ergänzenden Brennwertkessel (Gas oder Pellets) und einem Wärmespeicher kombiniert. Dies ergibt eine optimierte Wärmeversorgung und Ausfallsicherung. Dabei erzeugt zunächst ein Gas- oder Dieselmotor über einen Generator elektrischen Strom. Die Abwärme des Motors wird direkt in die Nahwärmeleitung eingespeist oder in einem Wärmspeicher gepuffert. So wird die Grundversorgung gesichert. Die Spitzenlast, z. B. in kalten Wintertagen, wird von einem Heizkessel abgedeckt. Durch diese Kombination können auch eventuelle Störungen in einem Aggregat überbrückt werden. Der Strom aus dem BHKW-Betrieb wird ins Netz eingespeist oder direkt im Gebäude verbraucht.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke packte uns in seinen Dienstwagen. Bei der kleinen Besichtigungstour sahen wir die Heizkraftwerke Sonnenberg, Hartenäcker Höhe und Neckartalblick in Kornwestheim. Das kleinste der drei Kraftpakete versorgt etwa 120 Wohnungen auf der Basis eines 50-kw-Gasmotors. Der ganze Heizraum ist nur 40 qm groß und innerhalb einer Tiefgarage untergebracht.

In anderen Bockheizkraftwerken wird mit Hilfe einer Wärmepumpe z.B. aus Erdsonden oder auch Wärmetauschern in der Kanalisation zusätzliche Heizwärme gewonnen.

Die Ökobilanz der Stadtwerke Ludwigsburg kann sich sehen lassen. Durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien wie BHKW, solarthermische und Fotovoltaik anlagen und das neue Holzheizkraftwerk wurde im Jahr 2010 mehr als 13 Millionen Liter Heizöl eingespart und 26 000 t CO2 weniger auf die Atmosphäre losgelassen.

Diese Angaben sind auch in der SWLB-Broschüre „Partner der Region“ nachzulesen.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sich auch in Plüderhausen ein BHKW mit Nahwärme realisieren lässt. Wenn Sie dazu Ideen haben, melden Sie sich gerne unter info@buerger-energie-pluederhausen.de. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen.


Besichtigung eines Blockheizkraftwerks