Das bunte Bild unter unserem Logo zeigt verschieden eingefärbte Dachflächen. Die Farben zeigen an, ob eine Dachfläche gut oder weniger gut für Solaranlagen geeignet ist. Diese Information ist im Netz abrufbar unter www.lubw.baden-wuerttemberg.de (Kartendienst)

 

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12/2012 BEGeG/A.Bosch

Pressebericht Gemeindeblatt Plüderhausen 27.06.2013

 

Information über den geplanten Windpark Welzheimer Wald

 

Am Montag, 24.06.2013 gabs Informationen zum geplanten Windpark im Welzheimer Wald in der Plüderhäuser Staufenhalle. Die „Projektgemeinschaft“ Windenergie Baden-Württemberg GmbH (WEBW), Stadtwerke Heidenheim und Stadtwerke Stuttgart berichtete über den Planungsstand eines Windparks von bis zu acht Windrädern auf der bereits durch Pachtvertrag gesicherten Fläche zwischen Plüderhausen, Urbach und Welzheim. Die rund 50 Besucher, darunter Vertreter der Bürger-Energie-Plüderhausen eG und der Bürgerenergiegenossenschaft Remstal, hörten einen kurzen Vortrag über die erfolgten Voruntersuchungen z. B. zu den Naturschutz- und Biotopflächen, zur Schallausbreitung und den Verschattungsflächen. Anton Lutz von der WEBW zeigte einen Regelgrundriss einer 140 m hohen Windenergieanlage mit 117 m Rotordurchmesser und erklärte die nächsten Schritte wie Windmessung und Gutachten zur Umweltverträglichkeit oder Natur- und Artenschutz. Die Projektgemeinschaft habe bereits, zusammen mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall, ein Paket von 50 Windenergieanlagen ausgeschrieben, um möglichst günstige Angebote zu erhalten. In der folgenden Aussprache wurde gleich um Einsicht in die Planungsunterlagen und eine genauere Darstellung der Situation auf dem Hohberg gebeten. Anton Lutz sagte zu, die Präsentation für die Internetseiten der Gemeinden zur Verfügung zu stellen und die anwesenden Bürgermeister Andreas Schaffer und Jörg Hetzinger nickten zustimmend. Es gab jede Menge Fragen zum Flächenverbrauch, zur Erschließung oder den Abständen zur Wohnbebauung, zu möglichen Stromeinspeisepunkten und der erforderlichen Leitungstrasse. Die technischen Fragen konnten meist sachlich beantwortet werden. Schwieriger war die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, die von vielen Faktoren abhängt und bei der sich die Windparkplaner auch gerne zurückhaltend äußern. Es gebe bisher noch keine Anlagen mitten im Wald und erst eine 140-m-Anlage in Baden-Württemberg, so dass Erfahrungswerte fehlen. Es sei auf jeden Fall aber die Absicht, die Bürgerschaft zu beteiligen und soweit möglich, örtliche Firmen zu beauftragen; außerdem bleibe die Gewerbesteuer überwiegend bei der Gemeinde. Die Frage nach Energiespeichern, die auch aus dem Publikum kam, wurde für die Region Stuttgart so beantwortet, dass auf absehbare Zeit so viel Strombedarf bestehe, dass kein Überschuss zu erwarten sei. Die vielen Fragen zeigten großes und fachkundiges Interesse. Die von WEBW zur Verfügung gestellten Unterlagen finden Sie in kürze auch auf unserer Internetseite

 

BEP-Pressebericht: Infobesuch in Ludwigsburg am 04.07.2013 Gemeindeblatt

Fotos: DSC 3887 / 3889 / 3892 / 3899 / 3902

 

BHKW-Vorreiter Ludwigsburg

 

Drei Mitglieder der BEP eG besuchten am 4.7.2013 die Stadtwerke Ludwigsburg (SWLB), um sich über die Nahwärmekonzepte zu informieren, die dort seit 2006 entwickelt wurden und verschiedene Gebiete im Raum Ludwigsburg-Kornwestheim mit Strom und Wärme versorgen.

Unser Anliegen war, einen möglichst genauen Blick auf die verschiedensten Arten der Strom- und Wärmeerzeugung vor Ort zu werfen, und herauszufinden, ob auch in Plüderhausen etwas Ähnliches zur Anwendung kommen könnte.

Die Ludwigsburger betreiben zur Zeit 10 Blockheizkraftwerke und 12 Heizwerke für unterschiedliche Siedlungseinheiten, hauptsächlich im Wohnungsbau.

Die freundlichen Mitarbeiter der Stadtwerke zählten gleich mal die Vorteile von Blockheizkraftwerken in Verbindung mit Nahwärmenetzen für die Kunden – und für die Umwelt – auf:

Die Wärmeübergabestation erfordert wenig Platz. Die Kosten für einen eigenen Heizkessel entfallen. Bei Umstellung im Bestand kann der Heizraum für andere Zwecke genutzt werden. Der Abnehmer hat keine Wartungskosten mehr (Kaminfeger, Brennerwartung, Pumpe). Für die Heizzentrale besteht i.d.R. ein Rund-um-die-Uhr- Wartungsvertrag. Im Haus gibt es keine Gasleitung und keinen Heizöltank. Die ersparten Kosten können gleich in den baulichen Wärmeschutz investiert werden, so wird ein höherer Energiestandard erreicht, womit sich diverse Fördermöglichkeiten eröffnen. Durch die effiziente Ausnutzung der Primärenergie wird entsprechend weniger CO2 ausgestoßen.

In Ludwigsburg ist ein Blockheizkraftwerk immer mit einem ergänzenden Brennwertkessel (Gas oder Pellets) und einem Wärmespeicher kombiniert. Dies ergibt eine optimierte Wärmeversorgung und Ausfallsicherung. Dabei erzeugt zunächst ein Gas- oder Dieselmotor über einen Generator elektrischen Strom. Die Abwärme des Motors wird direkt in die Nahwärmeleitung eingespeist oder in einem Wärmspeicher gepuffert. So wird die Grundversorgung gesichert. Die Spitzenlast, z. B. in kalten Wintertagen, wird von einem Heizkessel abgedeckt. Durch diese Kombination können auch eventuelle Störungen in einem Aggregat überbrückt werden. Der Strom aus dem BHKW-Betrieb wird ins Netz eingespeist oder direkt im Gebäude verbraucht.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke packte uns in seinen Dienstwagen. Bei der kleinen Besichtigungstour sahen wir die Heizkraftwerke Sonnenberg, Hartenäcker Höhe und Neckartalblick in Kornwestheim. Das kleinste der drei Kraftpakete versorgt etwa 120 Wohnungen auf der Basis eines 50-kw-Gasmotors. Der ganze Heizraum ist nur 40 qm groß und innerhalb einer Tiefgarage untergebracht.

In anderen Bockheizkraftwerken wird mit Hilfe einer Wärmepumpe z.B. aus Erdsonden oder auch Wärmetauschern in der Kanalisation zusätzliche Heizwärme gewonnen.

Die Ökobilanz der Stadtwerke Ludwigsburg kann sich sehen lassen. Durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien wie BHKW, solarthermische und Fotovoltaik anlagen und das neue Holzheizkraftwerk wurde im Jahr 2010 mehr als 13 Millionen Liter Heizöl eingespart und 26 000 t CO2 weniger auf die Atmosphäre losgelassen.

Diese Angaben sind auch in der SWLB-Broschüre „Partner der Region“ nachzulesen.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sich auch in Plüderhausen ein BHKW mit Nahwärme realisieren lässt. Wenn Sie dazu Ideen haben, melden Sie sich gerne unter info@buerger-energie-pluederhausen.de. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen.

 

Besichtigung eines Blockheizkraftwerks