Blockheizkraftwerk im Mehrfamilienhaus

In einem Mehrfamilienhaus mit 9 Wohneinheiten ist der Einbau eines Blockheitzkraftwerks projektiert. Damit sollen zunächst die Wohnungen mit Wärme versorgt werden und der erzeugte Strom nach Bedarf aan die Eigentümer oder Mieter weiter gegeben werden. Nach der Fertigstellung soll mit den Bewohnern über die Ergänzung durch eine Solaranlage gesprochen werden.

 

Nahwärmeversorgung und Blockheizkraftwerk für die Ortsmitte

Da die einzelnen Heizanlagen im Plüderhäuser Rathaus und den benachbarten Wohn- und Geschäftsgebäuden in die Jahre gekommen sind und erneuert werden müssen, hat die Bürger-Energie-Plüderhausen eine zentrale Wärmeversorgung über ein Nahwärmenetz vorgeschlagen.

Am 25. Januar 2018 wurde dem Gemeinderat durch ein Ingenieurbüro eine erste Untersuchung zu diesem Konzept vorgestellt. (Siehe Bericht der Schorndorfer Nachrichten vom 7. Feb.2018). Ein zentrales Blockheizkraftwerk soll dabei rund 1600 MWh Wärme und 600 MWh Strom erzeugen. Nach Schätzungen des Ingenieurbüros könnte das Gesamtprojekt sogar preisgünstiger umgesetzt werden, als wenn man alle in die Untersuchungen einbezogenen Heizanlagen einzeln erneuern würde.

Wer sich an dem Projekt beteiligen würde und welche Rechtsform dafür geeignet ist, muss im Weiteren noch geklärt werden

NEUE PROJEKTE

Umrüsten der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen

Die Bürgerenergiegenossenschaft bekam 2016 als Partner der Gemeindewerke Plüderhausen den Auftrag, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen vorzubereiten und zu betreuen.

Rund 1200 Lampen wurden bisher von den bisherigen Natriumdampflampen auf moderne LED-Technik umgerüstet. 700 davon wurden vom Land gefördert. Die Gemeinde rechnet mit 31000 € weniger Stromkosten und 8000€ weniger Wartungskosten im Jahr. 120 t CO2 sollen jährlich eingespart werden.

 

 

 

Bürger-Energie-Plüderhausen eG

Genossenschaft zu Förderung erneuerbarer Energie

 

Unser Konzept: Bürger unterstützen Plüderhausen

 

Wir sind eine Bürgergenossenschaft, die sich bei dem großen Thema Energiewende engagieren will. Unser Ziel ist es, verschiedene Projekte im Energiesektor hauptsächlich im Bereich der Gemeinde Plüderhausen anzustoßen und zusammen mit den Bürgern umzusetzen und den Klimaschutz zu fördern.

Unsere oberste Prämisse. „das Geld unser Mitglieder muss sicher angelegt sein und eine gute Rendite erbringen“!

 

 

Unsere Genossenschaft

 

Die acht Gründungsmitglieder

Dr. Jörg Abthoff Eberhard Bartsch Volker Beck Andreas Bosch

Peter Dambacher Andreas Theinert Bernhard Mang Elfriede Walendy

 

fanden sich erstmals am 18.11.2011, nach einer Informationsveranstaltung der Gemeinde Plüderhausen, in der es um den Rückkauf des Strom- und Gasnetzes sowie einer evtl. Bürgerbeteiligung ging, im Küferstüble zusammen.

 

Bereits 8 Monate später gründeten wir am 4. Juli 2012 die

Bürger-Energie-Plüderhausen eG (BEP).

Diese wurde am 28. August 2012 in das Genossenschaftsregister eingetragen.

 

Auszug aus unserer Satzung:

„Die Bürger-Energie-Plüderhausen eG hat als erstes Ziel, sich am Kauf des Strom- und Gasnetzes durch die Gemeinde Plüderhausen zu beteiligen. Dadurch sollen die Bürger Plüderhausens stärker in die regionale Energiepolitik einbezogen werden, die Mitwirkung und Mitgestaltung bei der Energieversorgungssituation ermöglicht werden und die stärkere Einbindung regenerativer Energiegewinnung unterstützt werden.“

 

 

 

Das Haupt- Projekt

 

Kauf von Strom- und Gasnetzanteilen von der EnBW

 

Da die Konzessionsverträge für die Strom- und Gasnetze Ende 2012 auslaufen, gab es für die Gemeinde Plüderhausen die historische Möglichkeit wieder das Strom- und Gasnetz von der EnBW zurück zu kaufen.

Daraufhin erfolgte die Ausschreibung, wer künftig als Netzbetreiber in Frage kommen solle. Der Zuschlag durch den Gemeinderat ging wiederum an die EnBW unter Massgabe, dass es eine Bürgerbeteiligung geben muss!

 

Die Gemeinde Plüderhausen hat danach mit dem Netzbetreiber, die EnBW, die Energiegesellschaft Plüderhausen mbH gegründet und wird mit 51% der Anteilshauptnehmer sein.

 

Laut der diversen Verträge muss die EnBW nun der Bürger-Energie Plüderhausen eG, Anteile in Höhe von 23,9 % von den restlichen 49% verkaufen.

Dieses Szenario war auch ein wichtiger Bestandteil der Anforderungen für die Vergabe der Gemeinde Plüderhausen an den zukünftigen Netzbetreiber.

 

 

Anfänglich ging man von einem Stufenplan aus, der vorsieht, dass im ersten Schritt die BEPeG 10% von der EnBW und je nach Mitgliederentwicklung die weiteren Anteile bis zur maximalen Höchstgrenze von 23,9% erworben werden.

Doch durch die sehr große Resonanz und das große Bürgerinteresse, ist es uns nun sofort möglich, die vollen Anteile zu erwerben.

 

Die Vertragsabschlüsse werden nun Anfang 2013 erwartet.

 

12. 03.2013

Der Kaufvertrag ist unterschrieben

 

 

Weitere Projekte

 

Sobald die notwendigen Verträge mit der EnBW und der Energiegesellschaft Plüderhausen mbH abgeschlossen sind und der Kauf der Netzanteile vollzogen ist, werden wir uns um weitere Projekte bemühen wie z.B. Anlagen zur Energiespeicherung, Anlagen zur Erzeugung von Windenergie oder Biogas.

 

Windenergieanlagen

 

Die Baden-Württembergische Landesregierung hat die bislang geltenden Windregionalpläne aufgehoben und den Regionalverbänden die Möglichkeit eröffnet, mehr Flächen als bisher für die Errichtung von Windrädern frei zu geben. Der Verband Region Stuttgart hat in den letzten Monaten über die neu ausgearbeitete Flächenausweisung informiert und den Bürgern die Möglichkeit gegeben, zu den einzelnen Standorten Stellung zu nehmen, für den Bereich Plüderhausen-Welzheim z. B. am 25.10. 212 in Rudersberg. Im Rems-Murr-Kreis sind zunächst 35 Standorte vorgesehen, auf denen Windräder gebaut werden könnten. Für diese Standorte können sich nun Anlagenbauer bewerben und nach einem umfangreichen Genehmigungsverfahren einzelne Windräder oder Windparks errichten.

 

Die Bürger-Energie-Plüderhausen eG wird sich mit potenziellen Investoren in Verbindung setzen und die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung ausloten

 

Oktober 2015:

Windstandort Welzheimer Wald

Jörg Abthoff berichtet von der Bürgerversammlung, auf der die Beschlüsse der Regionalversammlung dargestellt wurden. Der Windstandort WN-28 (Urbach) sei gestrichen worden, der Standort WN-29 in zwei kleinere Flächen aufgeteilt worden. Die Windverhältnisse seien den Messungen nach ausreichend. Die WEBW wolle nun ihre Kalkulation überarbeiten.

Seitdem war von der WEBW (Windenergie Baden Württemberg), die auf den Standorten im Welzheimer Wald den Zuschlag erhalten hat, keine weitere Planung zu erfahren.

 

 

Pressebericht Gemeindeblatt Plüderhausen 27.06.2013

 

Information über den geplanten Windpark Welzheimer Wald

 

Am Montag, 24.06.2013 gabs Informationen zum geplanten Windpark im Welzheimer Wald in der Plüderhäuser Staufenhalle. Die „Projektgemeinschaft“ Windenergie Baden-Württemberg GmbH (WEBW), Stadtwerke Heidenheim und Stadtwerke Stuttgart berichtete über den Planungsstand eines Windparks von bis zu acht Windrädern auf der bereits durch Pachtvertrag gesicherten Fläche zwischen Plüderhausen, Urbach und Welzheim. Die rund 50 Besucher, darunter Vertreter der Bürger-Energie-Plüderhausen eG und der Bürgerenergiegenossenschaft Remstal, hörten einen kurzen Vortrag über die erfolgten Voruntersuchungen z. B. zu den Naturschutz- und Biotopflächen, zur Schallausbreitung und den Verschattungsflächen. Anton Lutz von der WEBW zeigte einen Regelgrundriss einer 140 m hohen Windenergieanlage mit 117 m Rotordurchmesser und erklärte die nächsten Schritte wie Windmessung und Gutachten zur Umweltverträglichkeit oder Natur- und Artenschutz. Die Projektgemeinschaft habe bereits, zusammen mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall, ein Paket von 50 Windenergieanlagen ausgeschrieben, um möglichst günstige Angebote zu erhalten. In der folgenden Aussprache wurde gleich um Einsicht in die Planungsunterlagen und eine genauere Darstellung der Situation auf dem Hohberg gebeten. Anton Lutz sagte zu, die Präsentation für die Internetseiten der Gemeinden zur Verfügung zu stellen und die anwesenden Bürgermeister Andreas Schaffer und Jörg Hetzinger nickten zustimmend. Es gab jede Menge Fragen zum Flächenverbrauch, zur Erschließung oder den Abständen zur Wohnbebauung, zu möglichen Stromeinspeisepunkten und der erforderlichen Leitungstrasse. Die technischen Fragen konnten meist sachlich beantwortet werden. Schwieriger war die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, die von vielen Faktoren abhängt und bei der sich die Windparkplaner auch gerne zurückhaltend äußern. Es gebe bisher noch keine Anlagen mitten im Wald und erst eine 140-m-Anlage in Baden-Württemberg, so dass Erfahrungswerte fehlen. Es sei auf jeden Fall aber die Absicht, die Bürgerschaft zu beteiligen und soweit möglich, örtliche Firmen zu beauftragen; außerdem bleibe die Gewerbesteuer überwiegend bei der Gemeinde. Die Frage nach Energiespeichern, die auch aus dem Publikum kam, wurde für die Region Stuttgart so beantwortet, dass auf absehbare Zeit so viel Strombedarf bestehe, dass kein Überschuss zu erwarten sei. Die vielen Fragen zeigten großes und fachkundiges Interesse. Die von WEBW zur Verfügung gestellten Unterlagen finden Sie in kürze auch auf unserer Internetseite

 

BEP-Pressebericht: Infobesuch in Ludwigsburg am 04.07.2013 Gemeindeblatt

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BHKW-Vorreiter Ludwigsburg

 

Drei Mitglieder der BEP eG besuchten am 4.7.2013 die Stadtwerke Ludwigsburg (SWLB), um sich über die Nahwärmekonzepte zu informieren, die dort seit 2006 entwickelt wurden und verschiedene Gebiete im Raum Ludwigsburg-Kornwestheim mit Strom und Wärme versorgen.

Unser Anliegen war, einen möglichst genauen Blick auf die verschiedensten Arten der Strom- und Wärmeerzeugung vor Ort zu werfen, und herauszufinden, ob auch in Plüderhausen etwas Ähnliches zur Anwendung kommen könnte.

Die Ludwigsburger betreiben zur Zeit 10 Blockheizkraftwerke und 12 Heizwerke für unterschiedliche Siedlungseinheiten, hauptsächlich im Wohnungsbau.

Die freundlichen Mitarbeiter der Stadtwerke zählten gleich mal die Vorteile von Blockheizkraftwerken in Verbindung mit Nahwärmenetzen für die Kunden – und für die Umwelt – auf:

Die Wärmeübergabestation erfordert wenig Platz. Die Kosten für einen eigenen Heizkessel entfallen. Bei Umstellung im Bestand kann der Heizraum für andere Zwecke genutzt werden. Der Abnehmer hat keine Wartungskosten mehr (Kaminfeger, Brennerwartung, Pumpe). Für die Heizzentrale besteht i.d.R. ein Rund-um-die-Uhr- Wartungsvertrag. Im Haus gibt es keine Gasleitung und keinen Heizöltank. Die ersparten Kosten können gleich in den baulichen Wärmeschutz investiert werden, so wird ein höherer Energiestandard erreicht, womit sich diverse Fördermöglichkeiten eröffnen. Durch die effiziente Ausnutzung der Primärenergie wird entsprechend weniger CO2 ausgestoßen.

In Ludwigsburg ist ein Blockheizkraftwerk immer mit einem ergänzenden Brennwertkessel (Gas oder Pellets) und einem Wärmespeicher kombiniert. Dies ergibt eine optimierte Wärmeversorgung und Ausfallsicherung. Dabei erzeugt zunächst ein Gas- oder Dieselmotor über einen Generator elektrischen Strom. Die Abwärme des Motors wird direkt in die Nahwärmeleitung eingespeist oder in einem Wärmspeicher gepuffert. So wird die Grundversorgung gesichert. Die Spitzenlast, z. B. in kalten Wintertagen, wird von einem Heizkessel abgedeckt. Durch diese Kombination können auch eventuelle Störungen in einem Aggregat überbrückt werden. Der Strom aus dem BHKW-Betrieb wird ins Netz eingespeist oder direkt im Gebäude verbraucht.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke packte uns in seinen Dienstwagen. Bei der kleinen Besichtigungstour sahen wir die Heizkraftwerke Sonnenberg, Hartenäcker Höhe und Neckartalblick in Kornwestheim. Das kleinste der drei Kraftpakete versorgt etwa 120 Wohnungen auf der Basis eines 50-kw-Gasmotors. Der ganze Heizraum ist nur 40 qm groß und innerhalb einer Tiefgarage untergebracht.

In anderen Bockheizkraftwerken wird mit Hilfe einer Wärmepumpe z.B. aus Erdsonden oder auch Wärmetauschern in der Kanalisation zusätzliche Heizwärme gewonnen.

Die Ökobilanz der Stadtwerke Ludwigsburg kann sich sehen lassen. Durch den Einsatz klimafreundlicher Technologien wie BHKW, solarthermische und Fotovoltaik anlagen und das neue Holzheizkraftwerk wurde im Jahr 2010 mehr als 13 Millionen Liter Heizöl eingespart und 26 000 t CO2 weniger auf die Atmosphäre losgelassen.

Diese Angaben sind auch in der SWLB-Broschüre „Partner der Region“ nachzulesen.

Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sich auch in Plüderhausen ein BHKW mit Nahwärme realisieren lässt. Wenn Sie dazu Ideen haben, melden Sie sich gerne unter info@buerger-energie-pluederhausen.de. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen.

 

Besichtigung eines Blockheizkraftwerks